Safran und seine Rolle bei der Verbesserung des Sehvermögens
- Galbanum Oil Fragrance – QC & Research Team

- 25. Sept. 2025
- 3 Min. Lesezeit

Teil I: Wissenschaftliche Eigenschaften und Wirkmechanismen von Safran am Auge
Safran (Crocus sativus L.) gilt als eine der wertvollsten Heilpflanzen der Welt. In den letzten Jahren hat er aufgrund seiner positiven Wirkungen auf das Sehvermögen und insbesondere auf die Netzhautgesundheit zunehmende wissenschaftliche Aufmerksamkeit erlangt. Die wichtigsten bioaktiven Verbindungen des Safrans sind Crocin, Crocetin und Safranal, die über starke antioxidative und entzündungshemmende Eigenschaften verfügen (Hosseinzadeh & Nassiri-Asl, 2013).
1. Antioxidative Effekte
Oxidativer Stress spielt eine entscheidende Rolle bei der Degeneration von Photorezeptorzellen der Netzhaut und bei der Entstehung altersbedingter Erkrankungen wie der altersbedingten Makuladegeneration (AMD). Crocin, ein wasserlösliches Carotinoid, neutralisiert freie Radikale und verhindert dadurch Schäden an Netzhautzellen (Bisti et al., 2014).
2. Schutz der Photorezeptorzellen
Tierstudien haben gezeigt, dass die Supplementierung mit Safran die Apoptose von retinalen Photorezeptoren reduzieren und dadurch die Netzhautfunktion erhalten kann (Maccarone et al., 2008).
3. Verbesserung der retinalen Durchblutung
Crocin und Crocetin tragen zu einer erhöhten Durchblutung der Netzhaut und einem verbesserten Sauerstoffaustausch bei, was die Leistungsfähigkeit der Sehzellen stärkt (Liu et al., 2005).
4. Entzündungshemmende Effekte
Die entzündungshemmende Wirkung von Safran, vermittelt durch die Hemmung von Zytokinen und entzündlichen Signalwegen, trägt zur Verlangsamung des Fortschreitens von Augenerkrankungen wie Glaukom und diabetischer Retinopathie bei (Poma et al., 2012).

Teil II: Klinische Anwendungen und Empfehlungen
1. Klinische Evidenz bei altersbedingter Makuladegeneration (AMD)
Klinische Studien haben gezeigt, dass die tägliche Einnahme von 30 mg Safranpräparaten über einen Zeitraum von drei Monaten die Netzhautsensibilität und das zentrale Sehvermögen bei Patienten mit leichter bis mittelschwerer AMD verbessern kann (Falsini et al., 2010).
2. Verbesserung des Nachtsehens und Verringerung von Augenmüdigkeit
Einige Humanstudien deuten darauf hin, dass Safran die Sehfähigkeit unter schwachen Lichtbedingungen verbessern kann. Dieser Effekt ist wahrscheinlich auf eine gesteigerte Aktivität der Photorezeptoren und eine verbesserte neuronale Funktion in der Netzhaut zurückzuführen. Eine regelmäßige Einnahme kann zudem die durch langes Arbeiten am Computer verursachte Augenmüdigkeit reduzieren (Broadhead et al., 2019).
3. Anwendungsformen
Orale Einnahme: als Safrantee oder in kleinen Mengen als Gewürz in Speisen.
Standardisierte Präparate: klinische Studien verwenden in der Regel 30 mg/Tag.
Topische Anwendung: Safranhaltige Augentropfen sind derzeit nicht offiziell zugelassen; die orale Einnahme gilt als sicherer.
4. Sicherheitshinweise
Eine übermäßige Einnahme von Safran (über 5 g/Tag) kann Nebenwirkungen wie Hypotonie, Übelkeit oder Schwindel hervorrufen (Abdullaev, 2002). Patienten mit chronischen Augenerkrankungen sollten vor der Einnahme von Safranpräparaten ihren Arzt konsultieren.
Schlussfolgerung
Dank seiner antioxidativen und entzündungshemmenden Verbindungen spielt Safran eine wichtige Rolle beim Schutz der Netzhaut und bei der Verbesserung des Sehvermögens. Wissenschaftliche Evidenz zeigt, dass eine kontrollierte Einnahme von Safran das Fortschreiten von Erkrankungen wie AMD verlangsamen und die Sehfunktion verbessern kann. Die Einnahme sollte jedoch stets in sicheren Dosierungsgrenzen erfolgen und unter ärztlicher Aufsicht stattfinden.
Literatur
Abdullaev, F. I. (2002). Cancer chemopreventive and tumoricidal properties of saffron (Crocus sativus L.). Experimental Biology and Medicine, 227(1), 20-25.
Bisti, S., Maccarone, R., & Falsini, B. (2014). Saffron and retina: neuroprotection and pharmacokinetics. Journal of Pharmacology and Pharmacotherapeutics, 65(3), 384–392.
Broadhead, G. K., et al. (2019). Saffron therapy in ocular disease: a review of the evidence. Nutrients, 11(3), 649.
Falsini, B., Piccardi, M., Minnella, A., et al. (2010). Influence of saffron supplementation on retinal flicker sensitivity in early age-related macular degeneration. Investigative Ophthalmology & Visual Science, 51(12), 6118-6124.
Hosseinzadeh, H., & Nassiri-Asl, M. (2013). Avicenna’s (Ibn Sina) the Canon of Medicine and saffron (Crocus sativus): a review. Phytotherapy Research, 27(4), 475–483.
Liu, Z., et al. (2005). Crocin protects retinal cells against oxidative stress in vitro. Molecular Vision, 11, 865-872.
Maccarone, R., Di Marco, S., & Bisti, S. (2008). Saffron supplement maintains morphology and function after exposure to damaging light in mammalian retina. Investigative Ophthalmology & Visual Science, 49(3), 1254-1261.
Poma, A., Fontecchio, G., Carlucci, G., & Chichiriccò, G. (2012). Anti-inflammatory properties of drugs from saffron crocus. Anti-Inflammatory & Anti-Allergy Agents in Medicinal Chemistry, 11(1), 37–51.
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